Zwischen Wald, Wasser und Wegen: unterwegs mit Hund im Harz
Der Harz ist kein klassisches Urlaubsziel, er ist ein Gefühl.
Feuchter Waldboden unter den Pfoten, klare Luft, wechselndes Licht zwischen hohen Bäumen und ein Hund, der bei jedem Schritt etwas Neues entdeckt. Für alle, die mit Hund reisen, wird der Harz zu einem weitläufigen Naturparadies: ruhig, grün, abwechslungsreich und voller Orte, an denen man automatisch langsamer wird.
Dieser Guide zeigt dir die besten Regionen im Harz für Reisen mit Hund, welche Orte du eher meiden solltest und worauf du achten musst. Am Ende gibt es eine Einladung für Gastgeber:innen im Harz, die ihre Unterkünfte mit Hundemenschen teilen möchten.
Warum der Harz ideal für Reisen mit Hund ist
Der Harz ist vielseitig und genau das macht ihn perfekt für Hundebesitzer:innen. Dichte Wälder wechseln mit offenen Tälern, ruhige Wege mit anspruchsvolleren Routen. Viele Strecken sind flexibel anpassbar und eignen sich auch für längere Aufenthalte.
Im Harz findest du:
- Ausgedehnte Waldwege mit wenig Verkehr
- Natürliche Bäche und Stauseen
- Höhenlagen mit frischer, kühler Luft
- Ständig wechselnde Landschaften
Für Hunde bedeutet das Abwechslung ohne Überreizung. Für dich: pure Entschleunigung.
Die schönsten Orte im Harz für Hundemenschen
Bodetal bei Thale
Eine der eindrucksvollsten Landschaften im Harz: steile Felswände, der Bode-Fluss und schmale Wanderwege. Viele Gerüche und Abwechslung für Hunde, spektakuläre Ausblicke für dich.
Geeignet für aktive Hunde und trittsichere Menschen, bei engen Passagen Vorsicht walten lassen.

Teufelsmauer
Markante Sandsteinformationen, die sich wie eine Mauer durch die Landschaft ziehen. Gut begehbare Wege, die sich auch in kurzen Abschnitten erkunden lassen. Unter der Woche meist ruhiger. Perfekt für entspannte Touren mit Hunden, die gerne klettern oder schnuppern.

Ilsetal bei Ilsenburg
Ruhig, schattig und gleichmäßig begehbar. Der Ilse-Fluss begleitet den Weg, die Umgebung ist grün und im Sommer angenehm kühl.
Ideal für Hunde aller Größen und entspannte Wanderungen ohne große Steigungen.

Priorteich und Umgebung bei Walkenried
Ein idyllischer Waldsee im Naturschutzgebiet Priorteich/Sachsenstein, umgeben von alten Buchenwäldern und weiteren historischen Fischteichen (von den Mönchen angelegt). Es gibt einen Rundwanderweg durch die Karstlandschaft mit vielen Schnupper- und Bademöglichkeiten für Hunde (auf der hundefreundlichen Seite des Sees erlaubt). Perfekt für ruhige, naturnahe Spaziergänge und Abkühlung im Sommer.

Unsere absolute Empfehlung zur Übernachtung in Walkenried:
Okertal und Okerstausee
Wasser, Wald und Felsen in perfekter Kombination. Am Stausee gibt es Pausenmöglichkeiten direkt am Wasser – viele Hunde nutzen die Chance für ein Bad. Die Wege sind gut ausgebaut.
Tipp: Im Sommer lieber vormittags besuchen.

Wernigerode und Quedlinburg
Beide Städte eignen sich super für kurze Ausflüge mit Hund. Viele Bereiche sind fußläufig erreichbar, und in Cafés sind Hunde oft willkommen. An heißen Tagen auf das Pflaster achten und Schattenpausen einplanen.

Odertalsperre bei Bad Lauterberg
Ein Highlight im Südharz: Der Stausee ist umgeben von Wäldern und bietet gut ausgebaute Rundwege. Baden ist hier auch für Hunde erlaubt – ideal für eine erfrischende Abkühlung. Die Umgebung ist ruhig und naturnah.

Unsere absolute Empfehlung zur Übernachtung in Bad Lauterberg:
🚫 Orte, die mit Hund weniger geeignet sind
Brocken-Gipfel an stark frequentierten Tagen
Der Brocken ist ikonisch, aber oft überlaufen. Wind, Menschenmengen und Geräusche können Hunde stressen. Besser früh starten oder ruhigere Aufstiege wählen.

Höhlenanlagen
In den meisten Höhlen (z. B. Rübeländer Tropfsteinhöhlen) sind Hunde nicht erlaubt – zudem sind Akustik und Untergrund ungeeignet.

Ausgesetzte Kletterpassagen
Schmale oder steile Felswege nur bedingt empfehlenswert – besser meiden, um Risiken zu vermeiden.

Praktische Tipps für den Harz mit Hund
- Leinenpflicht beachten: Im Nationalpark Harz ganzjährig, sonst oft in der Brut- und Setzzeit (ca. März–Juli, je nach Bundesland)
- Ausreichend Wasser mitnehmen
- Schattige Wege bevorzugen, besonders im Sommer
- Bei Hitze Schotterwege meiden (heiße Pfoten!)
- Zeckenschutz nicht vergessen – der Harz ist zeckenreich
Aktivitäten, die sich mit Hund super kombinieren lassen
- Ausgewählte Abschnitte des Harzer Hexenstiegs
- Spaziergänge an Stauseen
- Erkundung weitläufiger Burgen und Ruinen
- Geführte Naturwanderungen (mit Hundeerlaubnis)
- Seilbahnfahrten in Thale – Hunde sind hier zugelassen
Fazit
Der Harz belohnt Geduld und Langsamkeit. Er kann rau sein, manchmal nass und anstrengend, aber genau das macht ihn echt. Für Menschen mit Hund bietet er vor allem eines. Raum. Viel Natur, wenig Trubel und die Freiheit, im eigenen Tempo unterwegs zu sein. Oft sind es gerade diese unspektakulären Momente wie ein gemeinsamer Blick ins Tal, ein Bad im Stausee oder ein ruhiger Waldweg, die am längsten im Gedächtnis bleiben.
Für Gastgeber:innen im Harz
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